5987 gefahrene Kilometer...

5987 gefahrene Kilometer…

...und das mit unserem Womo „Innamorata“ im Schlepptau noch „s’Hupferle“, mit dem wir zusätzlich noch einige Kilometer gefahren sind.

Kilometer die unvergesslich, spannend und wunderschön waren.

Überall habe ich immer wieder gelesen… „wir überwintern in Spanien“… ich fragte mich „WER“ ist wir… 

Ich würde soooo gerne auch mal „überwintern“… aber unser Arbeitsalltag lässt es einfach noch nicht zu, darum versuchten wir für’s Erste 6 Wochen… natürlich „viel zu kurz“ und kein Vergleich zu den Überwinterern, aber wir haben in diesen knapp 7 Wochen eine Menge schöne Gegenden, Orte und vor allem Menschen kennengelernt.

Gestartet sind wir am 08.12.2016, erst mal nur nach Bad Dürrheim, wo wir eine Nacht verbrachten… am Morgen bei -7 Grad, wurde die Vorfreude auf das „warme Spanien“ immer grösser… also… nix wie weg.

Unser erstes Ziel, war Maussane-les-Alpilles… ich weiss, das liegt nicht unbedingt auf der Strecke, aber da gibt es einen „Olivenhof“ und da wir da quasi sowieso vorbeifuhren, wollten wir da übernachten, um am nächsten Morgen einige „Dinge“ einzukaufen. 

Am nächsten Tag weiter… kurz vor der spanischen Grenze hatten wir eine riesige Schraube in unserem rechten Vorderreifen, aber „Uliseidank“ hat Uli darauf bestanden ein Ersatzrad mitzunehmen. Somit war dieses „Pneuproblem“ schnell behoben.

Die Sonne war gerade kurz vor dem Untergehen, als wir in Santa Susanna, auf dem Campingplatz „Bon Repos“ ankamen.

WOW… direkt am Meer ergatterten wir einen Platz.

Am nächsten Morgen… schönstes Wetter 20 Grad. Mit unserem „Hupferle“ fuhren wir nach Lloret de Mar… sehr schöner Ort, doch im Sommer möchte ich da nicht unbedingt baden in der Menschenmenge…

Natürlich darf ein Besuch in der pulsierenden Stadt Barcelona nicht fehlen. Strassen voll Geschäfte, Bars und vor allem Menschen… Von Santa Susanna sind wir mit dem Zug, ca. 1 Stunde, bis direkt zur Rambla gefahren.

Ich wäre gerne noch geblieben, aber es gibt noch so viel zu sehen und zu entdecken.

Unser nächstes Ziel der Womostellplatz, Bétera bei Valencia, weil ich diese Stadt auch wiedereinmal besuchen wollte… auch hier gibt es eine super Zugverbindung… aussteigen und man ist mittendrin. Valencia präsentiert sich immer wieder neu… es ist bewölkt und relativ kühl... also wird nach dem Besuch der Markthalle erst mal gegessen

und was isst man da...? 

Paella Valenciana Original mit Hähnchen, Kaninchen grünen frischen Bohnen und... weissen Bohnen in einem urigen Lokal, ohne Touristen... (ausser uns)

und was Süsses... anschliessend den Verdauungslauf durch die vielen bunten Strassen und Gassen.

Abends auf dem Stellplatz „warteten“ Brigitte und Jürgen… es war ein lustiger Abend.

Calpe war unser nächstes Ziel… ich habe schon so viel darüber gelesen… einen letzten Platz war auf dem Mediterranean Camper Area noch frei…

Nachdem das Womo an Ort und Stelle war machten wir uns auf den Weg diesen interessanten Ort zu erkunden… der Der Penyal d'Ifac (span. Peñón de Ifach) ist ein Fels an der spanischen Mittelmeerküste… einfach gigantisch… überhaupt Calpe… dieser Ort fasziniert durch seine Natur, gepaart mit der modernen Architektur.

Mit dem Wetter hatten wir am ersten Tag noch Glück, doch dann öffnete der Himmel die Schleusen… am ersten Regentag, blinzelte ab und zu die Sonne durch die Wolkendecke… das hiess für uns, ab ins „Hupferle“ und Umgebung, d.h. unser Weg war Altea und Benidorm… ein architektonisches Wunderwerk… besichtigen.

Das angekündigte Unwetter war nun „vor Ort“… der Regen prasselte laut und ungemütlich aufs Womodach…

Hier in Calpe auf dem Womostellplatz haben wir Heidi mit ihrem Peter und Kristin und Roland kennenlernen dürfen und mit den vieren einen sehr schönen Abend verbracht.

Wir haben noch lange nicht alles gesehen, aber am nächsten Tag zog es uns weiter… wir wollten in die Sonne… also haben wir erst angehalten als wir die ersten Sonnenstrahlen sahen und das war in Motril.

Und es ging auch „blau“… den Himmel natürlich. Als wir morgens aufwachten auf dem CP Playa Granada in Motril empfing uns Sonne pur.

In dieser Bucht bei Motril, geht morgens die Sonne auf und abends taucht sie wieder ins Meer… traumhaft schön. 

Motril liegt genial für diverse Tagesausflüge…

z.B. Trevelz, ist eine Gemeinde in den Alpujarras gelegener Bergort in der Provinz Granada. Es handelt sich um eine der höchstgelegenen Gemeinden Spaniens. Berühmt ist Trevélez vor allem für seine luftgetrockneten Serrano-Schinken. Uli fühlte sich im „Schinkenhimmel“… ich war froh, dass wir diese Strecke mit unserem "Hupferle" fahren konnten und nicht mit dem Womo…

Dann besuchten wir noch Heike und Jens, in Almeria… der CP Mar Azul Palermo liegt inmitten der Gewächshäuser… 

Auch Motril selber und die nähere Umgebung mit den kleinen Fischerdörfchen ist sehenswert.

Vor allem hat es mir auf dem Markt gefallen… klein und noch so Ursprünglich.

Da hab ich mich dann auch das erste Mal getraut die „Churros“ zu essen und war positiv überrascht… denn die waren, obwohl im Fett ausgebacken ausgesprochen lecker…

Auch die „Alhambra“ stand auf dem Programm und trotz der Nebensaison hatte es entsprechen viele Menschen die diese bedeutende Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel von Granada besichtigen wollten. Seit 1984 gehört die Alhambra zum Weltkulturerbe.

Wir wollten mal wieder weiter… haben ja auch ein „Reisemobil“… also ging es diesmal quer übers Land, bis nach Conil de la Frontera… liegt am Atlantik.

Da fanden wir den CP Camping Rosaleda… ziemlich gross, aber wir mussten mal Wäsche waschen, daher für den Moment geeignet. Die Wäsche war bei dem warmen Wind ruckizucki trocken und wir machten uns wieder auf Besichtigungstour… 

Hier verbrachten wir auch Weihnachten, mit einem gigantischen Sonnenuntergang im Atlantik am Strand von Conil de la Frontera… irgendwie kam aber keine richtiges Weihnachtsfeeling auf.

Vor  ein paar Jahren waren wir schon mal in Andalusien, darum war es für mich klar, dass ich unbedingt nach Ubrique musste…

Ubrique ist eine Gemeinde in der andalusischen Provinz Cádiz. Der Ort liegt im Naturpark Los Alcornocales. 

Sehr idyllisches "kleines" Dorf, dass es "in sich hat"... 

Uli wollte nicht mit dem Womo hin... wenn ich den Kofferraum von unserem "Hupferle" seh kann ich ihn verstehen...

Denn, das Bergdorf Ubrique ist berühmt für seine Lederwaren...

Selbstverständlich stand auch eine Stadtbesichtigung von Cadiz an… auch immer wieder schön.

Dann haben wir „vorgeschaut“… 

wir hatten seit 2008 einen Traum… wir wollten den Silvesterabend und Neujahr an einem ganz bestimmten Strand verbringen und um abzuklären ob das klappen könnte sind wir da hingefahren… 

Es war noch genau so wie vor 8 Jahren… bei der Gelegenheit ging es kurz noch nach Tarifa… nur kurz, weil wir da sowieso nochmal hinwollten.

Die Strände an der Costa de la Luz sind einmalig schön… jeden Abend suchten wir uns eine andere Stelle für „unseren“ Sonnenuntergang.

Zu Silvester fuhren wir dann in „unsere Bucht“… das hiess für uns „freistehen“… kein CP und kein SP… dafür eine unbezahlbare Sicht auf die grosse Wanderdüne und den Atlantik… wenige Meter „drüben“ sieht man auch die Umrisse von Afrika… 

Mit diesem traumhaften Ausblick verabschiedeten wir das Jahr 2016...